Alexander Pasch

Ich möchte bei der Kommunalwahl am 13.September 2020 zum Bürgermeister für Wachtendonk und Wankum gewählt werden!

Meine Themen

Alexander Pasch

Geb.: 08.05.1973

Auf Grund meiner beruflichen Historie ist es sicherlich ein Ziel, mit den finanziellen Mitteln der Gemeinde möglichst viel für das Wohlfühlen in der Gemeinde Wachtendonk zu erreichen.

Die Aufgaben der Kommune wirtschaftlich zu erledigen erfordert eine optimale organisatorische und zukunftsorientierte Ausrichtung der Verwaltung. Sich stetig den neuen rechtlichen Gegebenheiten und hinzukommenden Aufgabenstellungen anzupassen ist unerlässlich.

Digitalisierung ist etwas, was es mit Leben zu füllen gilt. In den internen Arbeitsabläufen der Verwaltung sind wir durch die Einführung eines Dokumentenmanagementsystems (DMS) schon sehr weit vorangeschritten. Vor allem muss der Nutzen aber auch bei dem Bürger ankommen und z. B. durch digitale Antragsmöglichkeiten sichtbar werden. Im Rahmen der digitalen Möglichkeiten ist man unabhängiger von Öffnungszeiten – Bürokratie kann ein wenig vereinfacht werden.

Mehr Service für den Bürger sehe ich nicht nur durch die Digitalisierung. Kürzere Wege durch ein Bürgerbüro im Ortsteil Wankum können gleichfalls zur bürgerfreundlicheren Verwaltung beitragen. Eine ortsnähere Beantragung von Personalausweisen oder auch Beratungsleistungen zur Rente wären gegeben. Durch die erfolgte Ansiedlung einer kommunalen Einrichtung im Ortsteil Wankum ist dies mit vertretbaren wirtschaftlichen Mitteln möglich. Erforderliche Infrastruktur wie Büroraum und Technik ist zum großen Teil vorhanden.

Es gibt zu viele unterschiedliche Ansprechpartner für die Versorgung mit Gas, Wasser oder Strom. 

  • Gas – Stadtwerke Kempen (für Gasgesellschaft Kerken/Wachtendonk)
  • Strom – Stadtwerke Krefeld (als Netzbetreiber)
  • Frischwasser – Gemeindewerke Wachtendonk GmbH
  • Abwasser – Gemeinde Wachtendonk

Eine Bündelung dieser Versorgungsthemen mit dem Ziel „Gas, Strom, Wasser, Wärme aus einer Hand“ ist aus meiner Sicht anstrebenswert. Kundennähe und Regionalität sollten in den Fokus gestellt werden, um kürzere Wege für die in Wachtendonk lebenden Menschen zu ermöglichen.

Eine funktionierende Infrastruktur ist für eine Gemeinde unabdingbar erforderlich. Ein bedarfsgerechtes Angebot an öffentlichen Einrichtungen wie Schulen und Kindergärten oder auch die sportlichen Möglichkeiten müssen stetig im Blick sein. Auch das Angebot einer weiterführenden Schule ist für die Entwicklung einer Gemeinde wichtig. Die Initiative des Vereins Weitsicht – Freie Realschule Wachtendonk e. V. begrüße ich und halte diese für sehr unterstützenswert.

In der Vergangenheit ist in unserer Gemeinde viel über Zuständigkeiten diskutiert worden. Hier ist klar festzuhalten, dass „nicht zuständig“ nichtnicht kümmern“ heißen darf. Andere Behörden bei der Entwicklung auf unserem Gemeindegebiet zu unterstützen gehört natürlich auch zur Aufgabe der Gemeinde/des Bürgermeisters/der Politik. Ob bei der Schaffung von Kinderbetreuungsplätzen oder der Schaffung von altersgerechtem Wohnraum. Rechtzeitiges Prüfen von Möglichkeiten auf unserem Gemeindegebiet oder auch vorausschauende Grundstückskäufe könnten im Bedarfsfall schnelleres Handeln ermöglichen – unabhängig von Zuständigkeiten.

Zur Ansiedlung neuer Unternehmen ist es unerlässlich, bestehende Gewerbegebiete weiter zu entwickeln oder neue Gebiete auszuweisen. Im Ortsteil Wachtendonk wurde mit der voranschreitenden Erschließung des 2. Bauabschnittes im Gewerbegebiet Müldersfeld der nächste Schritt bereits gemacht. Für das Gewerbegebiet Wankum halte ich eine separate Anbindung durch eine neue Zufahrtsstraße, auch mit Blick auf entsprechende Erweiterungsmöglichkeiten des Gewerbegebietes, für sinnvoll.  Mir ist bewusst, dass hier neben dem politischen Willen und den Zustimmungserforderlichkeiten mehrerer Behörden vor allem auch die Belange der Anwohner und Grundstückseigentümer für die Durchführbarkeit eine große Rolle spielen. Dieser Herausforderung würde ich mich stellen.

Vorstehend habe ich etwas über das „Gesicht der Gemeinde“ geschrieben. Die Themen Klimaschutz und alternative Energien werden in Zukunft auch das Gesicht der Gemeinde prägen. Als Gemeindewerke Wachtendonk GmbH betreiben wir verschiedene Photovoltaik-Anlagen auf Gemeindedächern und sind gemeinsam mit den Stadtwerken Krefeld Betreiber des Windkraftrades am Roulesweg. Die Waldflächen des früheren Wasserschutzgebietes rund um das alte Wasserwerk am Fliehtweg gehören gleichfalls zu den Gemeindewerken.

Bei der Vorbereitung der Wiederaufforstung einer Waldfläche wurde deutlich, wo die Probleme vieler Waldbesitzer liegen. Neben den finanziellen Herausforderungen gibt es hier vor allem schwierige und lange „Bürokratiewege“ bis zur Umsetzung einer Maßnahme. Viele unterschiedliche Einrichtungen auf Landesebene müssen je nach Lage der jeweiligen Flächen beteiligt werden. Für Eigentümer der Flächen auf dem Gemeindegebiet Wachtendonk stelle ich mir eine entsprechende Unterstützung bei der Umsetzung klimafreundlicher Maßnahmen vor.

Die Entwicklung alternativer Energien auf unserem Gemeindegebiet gilt es künftig passend zum Gemeindebild auf den Weg bzw. in die Diskussion zu bringen. Derzeit gibt es immer häufiger Berichte über schwimmende Solarzellen auf künstlich geschaffene Wasserflächen, die eventuell auch eine nachhaltige Nutzung ausgekiester Flächen möglich machen. Solche Entwicklungen zu verfolgen und entsprechend die vom jeweiligen Eigentümer zu gestaltende Nachnutzung im Sinne der Gemeinde zu unterstützen, muss frühzeitig im Blick sein!

Ich werde mich wegen der genannten Themen für die Schaffung der Stelle eines Klimaschutz-Managers in unserer Gemeinde einsetzen. Eine interkommunale Zusammenarbeit kann für eine Gemeinde unserer Größenordnung sinnvoll sein und ist zu prüfen.

Als Bürgermeister ist es unabdingbar, das Leben in der Gemeinde zu kennen, sich zu beteiligen und für die Vereine einzusetzen. Geprägt ist dieses Leben vor allem in ländlichen Bereichen vom Vereinsleben, welches neben einigen anderen Kriterien auch sehr stark zum „Wohlfühlfaktor“ in der Gemeinde beiträgt.

Ich bin in Straelen aufgewachsen und der Lebensmittelpunkt meiner Familie befindet sich derzeit in Straelen. Es liegt nun auf der Hand, dass ich hier ein Defizit mit Blick auf das Gemeindeleben in Wachtendonk mitbringe. Dieses möchte ich schnellstmöglich ändern. Gerne biete ich mich daher als Gesprächspartner z. B. bei einer Vereinsveranstaltung/-versammlung an und würde mich freuen, bei passender Gelegenheit eingeladen zu werden.

Ein besonderes Anliegen ist mir die Förderung des Ehrenamtes. Hier stelle ich mir praktikable Förderungsmaßnahmen mit regionalem Bezug vor. Neben der bereits vorhandenen Ehrenamtskarte könnten innerhalb einer Gemeinde auch kleinere Maßnahmen wie gebührenfreie Dienstleistungen (Führerscheinanträge, Führungszeugnis, Personalausweis etc.) oder freie Eintrittsmöglichkeiten bei örtlichen kulturellen Veranstaltungen angestrebt werden. Eine Umsetzung solcher ortsnahen Maßnahmen möchte ich gerne in die politische Diskussion aufnehmen.

Ein Gemeindebild für „Stadt Gemeinde Wachtendonk“ zu schärfen, das zum historischen Ortskern passt, ist ein spannendes Ziel. „Kunst-, Kultur- und Genussgemeinde Wachtendonk“ wäre nur mal ein Beispiel.

Ein solches Thema bedingt aber eine enge Abstimmung mit den Bürgern, da vor allem der Bürger sich mit einem Gemeindebild identifizieren soll. Bürgerbeteiligung ist künftig ein immer Wichtiger werdendes Thema, was ich unter der Überschrift ||BÜRGERBETEILIGUNG GROSS GESCHRIEBEN näher ausführe.

Die Gemeinde Wachtendonk hat die Möglichkeit, nicht nur ein „Gesicht“ entwickeln zu können. Der Ortsteil Wankum mit seinem eigenen Charakter ist bei der Entwicklung eines Gemeindebildes eigenständig zu betrachten und mit den Bürgern Wankums zu diskutieren. 

Diese Vokabel schwirrt schon bald Jahrzehnte durch die kommunale Landschaft, wird jedoch noch viel zu wenig praktiziert.

Im Bereich der Beschaffung von Waren, Dienst- und Bauleistungen wird die interkommunale Zusammenarbeit gemeinsam mit den Kommunen Kerken, Rheurdt, Straelen und Issum unter dem Dach der KomLog GmbH erfolgreich gelebt. In Kürze wird die KomLog durch den Beitritt der Stadt Geldern weiter gestärkt. Auch für den Zahlungsverkehr gibt es eine für beide Seiten vorteilhafte Zusammenarbeit mit der Stadt Straelen. Wir haben jedoch noch viel mehr Aufgaben in unserer Gemeinde, die gemeinsam mit anderen Kommunen qualifizierter und wirtschaftlicher gelöst werden können.

Aufgaben, über die man hier nachdenken sollte sind unter anderem Fördermanagement, Klimaschutz, Digitalisierung oder auch der Bereich der Versorgung (Gas, Wasser, Strom). Gerade für Gemeinden in unserer Größenordnung ist es vor allem unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten alleine sehr schwer oder gar nicht möglich, jeden dieser Themenbereiche mit qualifiziertem Personal zu besetzen. Hier gilt es zu prüfen, in wie weit Aufgaben in ein bestehendes Konstrukt wie die KomLog GmbH eingebunden werden können bzw. neue Wege für einzelne Themen beschritten werden sollten. 

Gute Beispiele interkommunaler Zusammenarbeit gibt es viele. Hier gilt das alte Sprichwort „Man muss das Rad nicht immer neu erfinden!“. 

Eines der wichtigsten Thema für die Zukunft ist wohl die Entwicklung neuer Formen/Möglichkeiten der BÜRGERBETEILIGUNG. Alle von mir ausgeführten Themen sind nicht vom Bürgermeister oder der Politik alleine zu bewältigen und zu lösen.

Die demokratisch gewählten Fraktionen der politischen Parteien oder der Wählervereinigungen sollten jede Alters-/ und Interessensgruppe abbilden. Aus meiner Sicht ist dies jedoch in der heutigen Zeit nicht mehr gegeben. Wichtig wird es künftig sein, dennoch ein repräsentatives Meinungs- und Stimmungsbild abfragen zu können, welches sich nicht alleine auf eine politische Beteiligung stützt.

Bei der Bürgerbeteiligung gibt es in der heutigen Zeit verschiedenste Plattformen und Möglichkeiten. Verschiedene Arten und Wege der Beteiligung für möglichst viele Alters-/ und Interessensgruppen zu finden ist eine wichtige Aufgabe in der Gemeinde. Social Media ist ein Schlagwort, welches sicherlich auch eine Rolle spielt und ein Teil des zukünftigen Beteiligungsprozesses sein kann. Die Digitalisierung bietet darüber hinaus jedoch eine Vielzahl zielgerichteter Tools und Online-Plattformen, die unter Einbindung der Social-Media Plattformen (Twitter, Facebook, Instagram etc.) sichtbar gemacht werden können und den Entscheidungsprozess transparent machen.

In vielen Städten („Mach mit Bonn“, „Mach mit Münster“ etc.) wurden bereits viele positive Erfahrungen mit den neuen Möglichkeiten gesammelt. Es geht hier um Menschen, die sich von traditionellen Beteiligungsformen nicht angesprochen fühlen sowie um immobile Menschen oder diejenigen, die aus Zeitgründen an den klassischen Veranstaltungen nicht teilnehmen können. Das Internet hat glücklicherweise keine Öffnungszeiten. Darüber hinaus erreicht man auch diejenigen, die etwas unsicherer oder zurückhaltender sind. Die schriftliche, zeitversetzte Kommunikation bietet die Möglichkeit, zuerst die Argumente in Ruhe abzuwägen und Gedanken zu formulieren, bevor sie sich äußern.

WICHTIG: Ich sehe hier die digitalen Möglichkeiten eher als unterstützendes Hilfsmittel, welche keinesfalls das persönliche Gespräch z. B. im Rahmen von themenbezogenen Informationsveranstaltungen ersetzt.