Touristik in Wachtendonk

Touristik in Wachtendonk

Wiedermal bei bestem Wetter besuchte der parteilose Wachtendonker Bürgermeisterkandidat Alexander Pasch, begleitet vom CDU Fraktionsvorsitzenden Joachim Oomen, fünf Wachtendonker Touristikunternehmen.

Erste Station war bei der Familie Rox-Mackenschins, die in Ihrem Heuhotel Dümpenhof auf dem Geneng neben Paddeln auf der Niers und Planwagenfahrten am Niederrhein auch eine Gastronomie für Familienfeste und Betriebsfeiern anbietet. Schnell kamen Alexander Pasch und Joachim Oomen ins Gespräch über die aktuelle touristische Situation. Keine leichte Aufgabe, wenn fast alle Betriebsteile brach liegen und auf absehbare Zeit nicht betrieben werden können. Gesundheit geht vor, aber gerade jetzt wird ein verantwortbares Maß an Freizeitmöglichkeiten für Familien benötigt. Neben dem Verbot des Bootsverleihs oder von Planwagenfahrten stellt sich für den Familienbetrieb auch die Frage, wann die Gastronomie wieder öffnen darf, um einen tollen Erlebnistag auf dem Dümpenhof mit einer Feierlichkeit ausklingen zu lassen.

Im Wachtendonker Ortsteil Gelinter bei Hotzspots bietet Georg Hotz gleichfalls Freizeitspaß am Niederrhein an. Niers-Paddeln, Natur erleben oder radeln mit dem Fun-Bike darf jedoch auch hier gerade nicht angeboten werden. Schnell kam man auf die zahlreich stornierten Buchungen und die vielen Anfragen von Familien zu sprechen, die auf der Suche nach Abwechslung im schwierigen Corona-Alltag sind. In der Diskussion war man sich einig, dass unter Einhaltung der Abstands- und Hygiene Regeln in einem Haushalt lebenden Familien diese Abwechslung nicht verwehrt werden sollte. Neben gesunder Ernährung stärkt auch Bewegung in der Natur das Immunsystem. Gerade jetzt, wo Urlaub im Ausland schwer möglich wird, muss der Blick auf das regionale touristische Angebot in den Vordergrund gerückt werden. Nordsee, Ostsee, Bayern, Baden-Württemberg und viele andere Ziele werden schnell ausgebucht oder unbezahlbar sein. Welche Möglichkeiten bleiben den Familien, wenn mit paddeln auf der Niers und Natur erleben auch die regionalen Angebote unmöglich gemacht werden.

Nur drei Fahrradminuten von Familie Hotz entfernt wohnt der Niederrhein Guide Wilfried Küsters. Er berichtet darüber, dass alle Veranstalter, mit denen er zusammenarbeitet, die anstehenden Touren komplett abgesagt haben. Wilfried Küsters hat seine Wanderungen und Fahrradtouren speziell für die Gesundheitsförderung konzipiert. Er braucht keine Hardware und kann nach Lockerungen von Corona-Auflagen sein touristisches Angebot per sofort wieder anbieten. Auch bei ihm fragen sehr viele nach familiengerechten Angeboten, die jedoch derzeit nicht durchgeführt werden dürfen. Wilfried Küsters berichtet weiter, das Wachtendonk eine sehr beliebte Anlaufstelle für Geocacher ist und Geocaching digital und überwiegend in freier Natur stattfindet. Derzeit ist jedoch auch dieser Touristenmagnet ohne Anziehungskraft, da die Übernachtungs- und Einkehrmöglichkeiten für überregionale Gäste schlichtweg fehlen.

Vom Gelinter zur Schlick ist es nur ein Katzensprung und die „Wachtendonker Landmarke“, der Leuchtturm an der Niers, schon in Sicht. Fleißig wird hier Mais eingesät, der für die Eröffnung des Maislabyrinths heranwachsen soll. Doris und Willi Waerdt vom Holleshof stehen vor Ihrer geschlossenen Paddeltankstelle, alle Boote sind noch im Schuppen. Neben Paddeln und Bootsverleih gehören hier ein Maislabyrinth mit einem Natur-Erlebnis Park sowie ein Bike-Verleih zum Angebot. Schnell erfährt man, dass auch hier ganzen Schulklassen ausbleiben, die sich sonst zahlreich vor den Sommerferien auf dem Holleshof vergnügt haben. Wie alle andere Freizeitanbieter hofft man auch hier auf Lockerungen bei den Corona-Einschränkungen, die eine Öffnung für den Tourismus möglich machen. Zahlreiche Anfragen von Familien, die ein wenig Normalität suchen, müssen abgelehnt werden. Die Eheleute Waerdt hoffen auf die Öffnung der Spielplätze, was auch die Eröffnung des Holleshof mit seinem umfangreichen Touristik-Angebot wahrscheinlicher werden lässt. Bis dahin wird weiter der Mais umsorgt, der für ein Labyrinth-Feeling unerlässlich ist.

Letzte und ebenfalls hochinteressante Anlaufstelle bei der Tourismus-Tour ist der Kanu und Kajak Verleih „nierstouren“ von Josef Goetzens. Radeln, Frühstücken, Paddeln, Grillen aber auch Bogenschießen oder Bubble-Soccer sind Auszüge aus dem reichhaltigen Angebot des Freizeitgestalters.  Als stellvertretender Vorsitzender der Nierspaddler steht Josef Goetzens in direktem Kontakt mit dem Niederrhein-Tourismus und erhofft sich einen Ansturm auf die Freizeit Angebote an der Niers, sobald diese wieder „online“ gehen dürfen. Auch hier ist man der Meinung, dass die Einhaltung der Abstands- und Hygiene Regeln in vielen Bereichen des Niederrhein-Tourismus möglich ist. Wie bei den anderen Tourismus Anbietern, nutzt man die Zeit für neue Ideen und die Entwicklung weiterer touristische Angebote.

Bürgermeister-Kandidat Alexander Pasch und CDU-Fraktionsvorsitzender Joachim Oomen haben sehr viele Eindrücke über Sorgen, Ängste und Nöte gewonnen. Sehr positiv stimmt die Beiden aber, dass die besuchten Unternehmen trotz der aktuellen Probleme mit viel Zuversicht in die Zukunft blicken und keinesfalls „den Kopf in den Sand stecken“. Während in der Vergangenheit oftmals der Tages- oder Wochenendtourismus am Niederrhein beworben wurde, sieht man die Coronakrise auch als Chance, dass umfangreiche Angebot am Niederrhein neu zu präsentieren und Aufzuzeigen, dass auch längere Aufenthalte am Niederrhein sehr attraktiv sein können. Dazu ist es jetzt unbedingt erforderlich, Ideen für die überregionale Werbung zu bündeln um die Region „Niederrhein“ für den Urlaub im eigenen Land in den Fokus zu rücken. Die verstärkte Nutzung der regionalen Angebote bei unseren eigenen Freizeitaktivitäten trägt natürlich gleichfalls zur Stärkung des Tourismus unserer Region bei.

Der CDU Fraktionsvorsitzende Joachim Oomen möchte sich an die CDU Landtagsabgeordnete Margret Voßeler-Deppe wenden, um die Öffnung von Freizeitmöglichkeiten für Familien in unserer Region voranzutreiben. Die CDU ist eine Volkspartei der Mitte, die auch direkte Ansprechpartner in Kreis, Land, Bund und bei der EU hat. Die Möglichkeiten für direktes Feedback in diese Ebenen hinein, müssen genutzt werden, um die nicht nur aber auch regionalen Probleme ins Bewusstsein der politischen Entscheidungsträger zu rücken.

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Schuckardt Helmut

    Ein schöner Beitrag der zu meinem meinem Motto passt „Stärken, stärken“
    Wachtendonk hat soviel zu bieten.
    Gruß, ein interessierter Bürger

    1. Alexander Pasch

      Hallo Herr Schuckardt,
      danke für das schöne Motto! Gerne würde ich mich auch persönlich über stärken Wachtendonks unterhalten. Sollte es also mal eine Gelegenheit geben, würde ich mich sehr freuen!
      Gruß, ein sehr interessierter Bürgermeisterkandidat:-))

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